Einen ganzen Tag lang den Alltag echter Berufsfeuerwehrkräfte erleben – diese Möglichkeit bot sich der Jugendfeuerwehr beim diesjährigen Berufsfeuerwehrtag. Am Samstag, den 11. Oktober 2025, traten die Nachwuchskräfte um Punkt 13 Uhr ihren Dienst im Feuerwehrhaus an.
Nach einer kurzen Begrüßung richteten die Jugendlichen zunächst ihre Schlafräume ein und übernahmen anschließend die Fahrzeuge. Doch viel Zeit blieb nicht. Schon während der Geräteprüfung ertönte der erste Alarm: Brand auf dem Bauhofgelände. Die Jugendlichen rückten aus, um den simulierten Brand erfolgreich zu löschen.
Zurück auf der Wache teilte sich die Gruppe auf – während einige den Einkauf organisierten, brach die andere Hälfte mit dem neuen HLF20 zu einer Bewegungsfahrt auf. Danach hieß es: Kochschürze statt Einsatzjacke. Und während die Lasagne im Ofen vor sich hin schmorte, stand eine kurze Praxiseinheit auf dem Programm. Die Jugendlichen lernten, wie man Fett- und Flüssigkeitsbrände mit dem Feuerlöscher sicher bekämpft.
Nach dem wohlverdienten Abendessen blieb kaum Zeit zur Erholung. Gegen 21:30 Uhr folgte der nächste Alarm: Eine verletzte Person musste aus unwegsamem Gelände gerettet werden. Sobald der Patient mithilfe der Schleifkorbtrage gerettet werden konnte, ging es schon auf der Rückfahrt zur nächsten technischen Hilfeleistung weiter. Diesmal war eine Person unter einem Pkw eingeklemmt worden. Nach der erfolgreichen Rettung wurde der Einsatz beendet und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht.
In der Nacht sorgte zunächst ein Fehlalarm für Aufregung. Doch richtig zur Ruhe kam niemand. Gegen 4 Uhr morgens rückte die Einheit zur Vermisstensuche im Frauenforst aus. Nach erfolgreicher Suche konnten die Jugendlichen für kurze Zeit schlafen. Bald darauf starteten wir den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor die Fahrzeuge gereinigt und die Wache aufgeräumt wurde. Im Anschluss wurde der Dienst schließlich beendet. Die Jugendfeuerwehr löste ihre Einsatzbereitschaft auf und übergab die Aufgaben zurück an die aktive Mannschaft.
Ein herzlicher Dank geht an alle Helferinnen und Helfer, die durch ihre Vorbereitung, Begleitung und Unterstützung diesen Tag erst möglich gemacht haben.




